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Rudi und das Schlaflied der SterneGratis

Rudi und das Schlaflied der Sterne

Der kleine Fuchs Rudi kann nicht einschlafen. Das kleinste Sternchen kennt einen leisen Trick: ein Schlaflied, das man zusammen singen kann.

Die ganze Geschichte

Es war ein warmer Sommerabend. Im Wald wurde es immer stiller. Die Eichhörnchen hatten sich in ihre Baumhöhle gekuschelt. Bär Tobi schnarchte in seinem Häuschen unter der Eiche: chrrr, chrrr. Alle Tiere schliefen schon. Nur der kleine Fuchs Rudi wälzte sich hin und her.

Rudi schloss die Augen. Kurz darauf machte er sie wieder auf. „Ich kann nicht einschlafen“, flüsterte er. In seinem Bauch drehte es sich wie auf einem kleinen Karussell. Die Pfötchen wollten nicht stillliegen, und der Schwanz auch nicht. „Oje, oje“, seufzte Rudi.

Zuerst versuchte er, Schäfchen zu zählen. Eins, zwei, drei … Aber die Schäfchen sprangen ihm einfach aus dem Kopf. Dann legte er sich auf den Rücken. Danach auf den Bauch und danach auf die Seite. Der Schlaf wollte einfach nicht kommen. Ganz leise schlich Rudi aus seinem Bau auf einen Hügel.

Er legte sich ins weiche Gras. Sch, sch, machte das Gras. Über ihm blinkten Tausende Sterne. Sie sahen aus wie kleine Laternen, die am Himmel hingen. Rudi schaute sie an und seufzte.

„Kannst du nicht schlafen?“, flüsterte das kleinste Sternchen. „Nein“, gab Rudi zu. „Ich kann auch manchmal nicht schlafen“, sagte das Sternchen. „Dann singe ich mir ein Schlaflied.“ Ein Schlaflied ist ein leises Lied, das müde macht. „Wollen wir es zusammen singen?“

Das Sternchen begann ganz leise zu summen. „Lu-li, lu-li, Sterne blinken, Schlaf kommt sacht, die Äuglein sinken.“ Rudi holte ganz langsam Luft. Einatmen … und ausatmen. Der Schwanz kuschelte sich bequem an seine Nase.

Zu dem Sternchen gesellten sich andere Sterne. „Lu-li, lu-li, Sterne blinken, Schlaf kommt sacht, die Äuglein sinken.“ Rudi atmete im Takt des Liedes. Einatmen … und ausatmen. Die Pfötchen wurden schwer und warm. Das Karussell im Bauch drehte sich immer langsamer.

„Jetzt versuche ich es“, flüsterte Rudi. Und er summte ganz allein, so leise er nur konnte. „Lu-li, lu-li, Sterne blinken, Schlaf kommt sacht, die Äuglein …“ Das letzte Wort verlor sich in einem langen Gähnen. Das Karussell im Bauch blieb stehen. Rudi wurde es warm wie unter einer Kuscheldecke.

Das Schlaflied war leise wie ein Atemzug. Rudis Augen wurden immer schwerer. Noch bevor die Sterne fertig gesungen hatten, schlief der kleine Fuchs schon, mit einem Lächeln. Der Mond deckte ihn mit silbernem Licht zu. Irgendwo weit weg zirpten ganz leise die Grillen. Gute Nacht, Rudi.

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